Momentan ist meiner Familie und mir nicht zum Feiern zumute. Trotzdem möchte ich Euch noch die Geburtstagskarte zeigen, die ich letzte Woche für meinen Papa, der einfach ein ganz toller und starker Mensch ist, gefertigt habe.

Mit Karten für Männer bin ich persönlich immer etwas überfordert, aber ich denke mit Clean & Simple liegt man immer richtig…

Ich habe mich bei den neuen In Colors bedient. Apfelgrün, Mitternachtsblau, Waldhimbeere und Mango.

Meine Familie macht eine schwere Zeit durch, da die Krebserkrankung meiner Mutter dramatische Sprünge gemacht hat.

Erst vor ein paar Wochen hatte man den Tumor am Rektum entfernt und wollte eigentlich die Wundheilung abwarten und dann im November mit der aggressiveren Chemotherapie starten. Die vorherige Bestrahlung des Haupttumors und die leichte Chemo wegen der Metastasen in Leber und Lunge – hauptsächlich in der Leber, leicht in der Lunge – schlugen sehr gut an!!! Es war von einer Lebenserwartung (mit Chemo usw.) von 10 bis 15 Jahren die Rede! Doch kurz nach der OP nahmen die Metastasen in der Leber sehr schnell zu, und innerhalb von vielleicht zwei, drei Wochen wurde sie schwächer und damit ihre Zeit immer kürzer. Plötzlich war die Rede von nur noch einer Lebenserwartung von wenigen Wochen bis ein paar Monaten …

Aufgrund dieser rasanten Verschlechterung entschlossen sich die zuständigen Mediziner den ursprünglichen Starttermin der Chemo von November auf letzten Mittwoch (19.9.) vorzuziehen. Wir waren so erleichtert und voller Hoffnung, dass nun doch noch alles gut werden würde!

Man nahm noch mal Blut ab und machte ein CT. Dabei stellte sich heraus, dass inzwischen nicht nur der Darm, die Leber und die Lunge sondern auch der Bauchraum, Brustkorb und die Oberschenkelknochen befallen sind. Der Zustand der Leber ist so schlecht, dass wir jeden Tag damit rechnen müssen, dass Mama in ein Leberkoma fällt. Eine Chemotherapie kommt nun nicht mehr in Frage…
Meine Mama hat keinen Appetit mehr, wird immer gelber und müder. Wir sind momentan jeden Tag bei ihr im Krankenhaus, weinen und reden miteinander. Am Mittwoch kommt sie zum Sterben nach Hause Und wir werden in den kommenden Tagen oder Wochen teilweise wieder daheim wohnen, um unseren Vater zu unterstützen und so viel wie möglich bei unserer Mama zu sein… Mein Gott (gibt es dich eigentlich?)!!!! Ich liebe meine Mama so sehr und es zerreißt mich bei dem Gedanken sie zu verlieren in tausend Einzelteile…

Mein Mann und meine Schwiegermama unterstützen mich sehr und helfen, dass meine kleine Lea in dieser schrecklichen Zeit nicht zu kurz kommt. Dafür bin ich sehr, sehr dankbar!

Ich wünsche Euch und Euren Familien alles Liebe! Haltet einander ganz fest, habt Euch lieb und schätzt den Anderen. Man weiß nie, wie lange man ihn noch hat!

Eure

P.S. In nächster Zeit wird es etwas stiller hier, aber ich hoffe, Ihr kommt mich trotzdem besuchen.